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Energie-Nachrichten
Deutsche sind gegen deutliche AKW-Laufzeitverlängerung
Hamburg - Mehr als drei Viertel der Deutschen lehnen eine Laufzeitverlängerung von mehr als zehn Jahren für die heimischen Atomkraftwerke ab. Fast die Hälfte der Bevölkerung (48 Prozent) spricht sich sogar dafür aus, die Laufzeiten gar nicht zu verlängern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der ZEIT.
Im CDU-internen Streit um die Laufzeitverlängerung hatte sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus kürzlich für eine Frist von 15 Jahren und mehr ausgesprochen. Diese Position wird von den Baden-Württembergern deutlich abgelehnt: 47 Prozent wollen überhaupt keine Laufzeitverlängerung, 27 Prozent sprechen sich für eine Verlängerung um höchstens zehn Jahre aus.
Insgesamt 74 Prozent der Baden-Württemberger lehnen damit Mappus' Atompolitik ab. Acht Monate vor der Landtagswahl fehlt dem Ministerpräsidenten in dieser Frage die Mehrheit.
58 Prozent der Deutschen wären bereit, für Strom aus erneuerbaren Quellen rund zehn Prozent mehr zu zahlen als bisher. In Baden-Württemberg sind es sogar 71 Prozent.
47 Prozent der Deutschen glauben, dass die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke den Ausbau erneuerbarer Energien bremsen würde. In Baden-Württemberg hegen sogar 52 Prozent diese Befürchtung.
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