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Neue Behandlungsmethode bei Leberkrebs entwickelt.

Mit moderner Kommunikationstechnik gegen den Krebs: Deutsche Forscher haben zusammen mit Kollegen aus Frankreich, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich eine neue Behandlungsmethode bei Leberkrebs entwickelt.

Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen schaffen sie eine "virtuelle Leber" als Computersimulation, die über den mit EU-Zuschüssen geförderten PASSPORT-Onlinedienst Ärzten zur Verfügung gestellt wird. Dadurch können Chirurgen den Tumor präziser aus dem kranken Gewebe entfernen.

„An Leberkrebs sterben Hunderttausende in Europa und weltweit. Die bahnbrechende Technologie, die das Ergebnis des mit EU-Mitteln geförderten Projekts PASSPORT ist, wird die Diagnose und operative Behandlung verbessern und dazu beitragen, Leben zu retten“, sagte EU-Kommissionsvizepräsidentin Neelie Kroes dazu.
Beim Projekt PASSPORT (patientenspezifische Simulation und präoperatives realistisches Training) sendet der Radiologe seine Aufnahmen an einen PASSPORT-Onlinedienst, der ein genaues Abbild der Leber des Patienten erstellt. Anhand dieses Abbilds können die Ärzte entscheiden, ob operiert werden soll oder nicht und wo genau Gewebe entfernt werden muss.

Die Leber erfüllt mehr als hundert lebenswichtige Funktionen im menschlichen Körper. Leberkrankheiten, unter anderem Leberkrebs und -sklerose, führen jährlich zu tausenden von Todesfällen in Europa. Eine Lebertransplantation kommt nur für einen geringen Teil der Patienten mit Lebererkrankungen in Frage. Eine andere Option ist die Entfernung des erkrankten Organteils mit anschließender Regeneration der Leber.
Das Projekt PASSPORT begann im Juni 2008 und endete im Dezember 2011. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 5 457 174 Euro, wovon 3 635 049 Euro aus EU-Mitteln kamen. PASSPORT ist Teil des Exzellenznetzes „Virtuelle Physiologie des Menschen“. Die Projektkoordination für Deutschland liegt bei der Technischen Universität München.

Die vollständige  Pressemitteilung dazu erhalten Sie hier.

Quelle Text+Bildmaterial:http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/10388_de.htm

News vom: 08.01.2012 - 15:42 .: Zurück zur Übersicht