Earth Overshoot Day

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Overshoot Day

Earth Overshoot Day

Category : allgemein , Bio / Öko

Menschheit hat Ressourcen für 2017 aufgebraucht

Wie der WWF mitteilt, haben wir Menschen ab dem 02. August alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren und nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Damit ist der „Welterschöpfungstag“ (Englisch: Earth Overshoot Day), um sechs Tage im Kalender nach vorne gerutscht. 2016 reichten die Ressourcen noch bis zum 08. August. Für den Rest des Jahres lebt die Menschheit von den stillen Reserven der Erde.




Die Biokapazität der Erde beträgt pro Jahr 1,7 Globale Hektar pro Person (gha). Jeder Mensch verbraucht im Schnitt allerdings 3,3 Globale Hektar pro Jahr. Dieser Verbrauch heißt auch ökologischer Fußabdruck.

„Seit über dreißig Jahren nehmen wir der Erde mehr weg, als sie uns bereitstellen kann. Diese dauerhafte Übernutzung hat unseren Planeten auf die Intensivstation gebracht. Die Ökosysteme, die uns mit Wasser, Nahrung oder Energie versorgen, kollabieren“, warnt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. „Wir müssen endlich einen Weg finden, in den natürlichen Grenzen unseres Planeten zu leben und zu wirtschaften. Das ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Wir brauchen eine neue Definition von Wohlstand und Erfolg, die die Gesundheit von Menschen, der Gesellschaft und der Umwelt einbezieht.“ Deutschland muss laut dem WWF-Papier die Landwirtschaft nachhaltiger ausrichten. Bis 2021 soll, so das WWF-Ziel, auf  mindestens 20 Prozent der deutschen Agrar-Fläche Ökolandbau betrieben werden. Außerdem gelt es, Landwirtschaftssubventionen an Umweltkriterien zu knüpfen. Zugleich müssten sich jedoch auch unsere Konsumgewohnheiten verändern: „In der Bundesrepublik landet ein Drittel aller Lebensmittel nicht auf dem Teller sondern auf dem Müll. Diese Verschwendung können wir uns nicht leisten. Die vermeidbaren Lebensmittelverluste müssen bis spätestens 2030 halbiert werden.“




Lebt die Menschheit unverändert weiter wie bisher, benötigen wir bis zum Jahr 2030 zwei komplette Planeten, um unseren Bedarf an Nahrung und nachwachsenden Rohstoffen  zu decken. Bis zum Jahr 2050 wären es knapp drei. 1961, dem Gründungsjahr des WWF, benötigte die Menschheit hingegen nur zwei Drittel der weltweit zur Verfügung stehenden Ressourcen.  Allein die CO2-Emissionen haben sich seit 1970 mehr als verdoppelt.

Deutlich ist auch der Rückgang der Artenvielfalt. So zeigt der Living Planet Index für die vergangenen vier Jahrzehnte einen Rückgang der Biologischen Vielfalt um 52 Prozent. Im Durchschnitt hat sich die Anzahl der untersuchten Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische damit halbiert.

 

Quelle Foto+Text: Pressemitteilung WWF


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