Vernichten Sie diese Puppe!

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Vernichten Sie diese Puppe!

Bundesnetzagentur warnt vor „Cayla“

Das ist eine drastische Warnung vor einem Kinderspielzeug. Die Bundesnetzagentur hat den Verkauf der Puppe verboten.

Nach Auffassung der Bundesnetzagentur ist „Cayla“ alles andere als eine harmlose Puppe. Diese Puppe ist in der Lage ihre Kinder auszuspionieren. Diese sprechende Puppe verrät so viel über ihre Besitzer, dass die Bundesnetzagentur sie verbietet. Die Tonaufnahmen der Kinder fließen an ein Unternehmen, das sammelt, was Millionen Menschen sagen.

Die Bundesnetzagentur geht gegen unerlaubte funkfähige Sendeanlagen in Kinderspielzeug vor und hat bereits erste Exemplare vom Markt genommen. „Gegenstände, die sendefähige Kameras oder Mikrophone verstecken und so Daten unbemerkt weiterleiten können, gefährden die Privatsphäre der Menschen. Das gilt auch und gerade für Kinderspielzeug. Die Puppe Cayla ist verboten in Deutschland“, so Jochen Homann, Präsident der Bundessnetzagentur. „Es geht hier zugleich um den Schutz der Schwächsten in der Gesellschaft“. Versteckte Spionagegeräte Spielzeug, das funkfähig und zur heimlichen Bild- oder Tonaufnahme geeignet ist in Deutschland verboten. Erste Spielzeuge dieser Art sind auf Betreiben der Bundesnetzagentur bereits im Zusammenwirken mit Händlern vom deutschen Markt genommen. Gerade von Spielzeug als Spionagegerät gehen Gefahren aus: Ohne Kenntnis der Eltern können die Gespräche des Kindes und anderer Personen aufgenommen und weitergeleitet werden. Über das Spielzeug könnte auch ein Unternehmen das Kind oder die Eltern individuell mit Werbung ansprechen. Weiter kann ein Spielzeug, wenn die Funkverbindung (wie Bluetooth) vom Hersteller nicht ausreichend geschützt wird, von in der Nähe befindlichen Dritten unbemerkt genutzt werden, um Gespräche abzuhören.




Weitere Produkte werden überprüft

Die Bundesnetzagentur wird noch mehr interaktives Spielzeug auf den Prüfstand stellen und wenn nötig dagegen vorgehen. Hierbei müssen immer die Voraussetzungen des § 90 TKG gegeben sein. Gegenstände müssen ihrer Form nach einen anderen Gegenstand vortäuschen oder als Gegenstände des täglichen Gebrauchs verkleidet sein und auf Grund dieser Umstände oder auf Grund ihrer Funktionsweise geeignet sein, das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen von diesem unbemerkt abzuhören oder das Bild eines anderen von diesem unbemerkt aufzunehmen. Dies gilt auch für individuell hergestellte Geräte.




Vorgehen gegen Eltern nicht geplant

Die Bundesnetzagentur informiert über die Gefahren, die von der Puppe „Cayla“ ausgehen. Sie hat bei den Händlern keine Daten der Käufer abgefragt. Eine Abfrage in Zukunft ist auch nicht beabsichtigt. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Eltern eigenverantwortlich die Puppe unschädlich machen. Die Einleitung von Verwaltungsverfahren gegen die Eltern ist derzeit nicht geplant.

Die Bundesnetzagentur handelt rein als Verwaltungsbehörde. Ob sich jemand im Zusammenhang mit den nach § 90 TKGverbotenen Spionagegeräten strafbar gemacht hat, entscheiden allein die Strafverfolgungsbehörden in jedem Einzelfall.

Die Bundesnetzagentur ist die zuständige Behörde zur Durchsetzung des Verbotes von Spionagegeräten. Weitergehende Informationen zum Thema finden Sie unter: www.bundesnetzagentur.de/spionagekameras.

Foto: screenshot youtube/euronews  Text: auszugsweise Bundesnetzagentur




Update vom 10.Juni 

Hinweis der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen:

Was tun mit der „Spionagepuppe“ Cayla?

Stand: 09.06.2017
Kein Mitlauschen im Kinderzimmer: Eine „Cayla“ genannte Puppe ist von der zuständigen Bundesbehörde als verboten eingestuft worden. Besitzer müssen das Spielzeug jetzt zerstören.

Das Wichtigste in Kürze:

    • Die lauschende Kinderpuppe Cayla ist als „versteckte, sendefähige Anlage“ in Deutschland verboten.
  • Wir beschreiben, was Besitzer jetzt tun müssen, und wie es theoretisch Geld zurück gibt.

Weitere Informationen unter: http://www.verbraucherzentrale.nrw/was-tun-mit-spionagepuppe-cayla


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Was mache ich, wenn der Strom teurer wird?

 

Warum wird der Strom teurer???

Strom wird 2017 wieder teurer. Deutschlands Stromnetzbetreiber haben eine Anhebung ihrer Preise zwischen 5% und 80% angekündigt. Die EEG-Umlage steigt um 8,3% und wird ab 1. Januar 6,88 Cent pro Kilowattstunde betragen. Für 2017 haben bereits 281 Grundversorger Preiserhöhungen angekündigt. Betroffen sind bisher etwa 10 Millionen Haushalte, die meisten davon in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Der Höchstwert der Stromerhöhung liegt derzeit in Bayern bei bei 14,9 %.

Strompreiserhöhungen in Deutschland 2017
Infografik „Strompreiserhöhungen in Deutschland 2017“ von Strom-Report.de

Was kann ich gegen die Strompreiserhöhung machen?

Die Verbraucherzentrale hat dazu einige Hinweise! Stromlieferanten müssen ihre Kunden rechtzeitig auf transparente und verständliche Weise über beabsichtigte Preiserhöhungen informieren.

Für Kunden in der Grundversorgung ist ausdrücklich gesetzlich festgelegt, dass eine Preiserhöhung sechs Wochen im Voraus per Brief anzukündigen ist. Außerdem muss der Grundversorger hierbei „den Umfang, den Anlass und die Voraussetzungen der Änderung“ angeben und den Kunden auf sein Sonderkündigungsrecht hinweisen. Diese Anforderungen sind nach Auffassung der Verbraucherzentrale auch für Sonderkunden zu beachten. Nur wenn Sie als Sonderkunde ausdrücklich zugestimmt haben, dass die Korrespondenz elektronisch erfolgen soll, kann die Mitteilung auch per transparenter E-Mail erfolgen. Auch Sonderkunden haben ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht anlässlich von Preiserhöhungen. Gemäß § 41 Abs. 3 Satz 2 EnWG können sie den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen und den Anbieter wechseln. Allerdings verwenden einige Stromanbieter Preisanpassungsklauseln, die eine direkte Weitergabe neuer oder gestiegener staatlicher Umlagen, Abgaben oder speziell der EEG-Umlage erlauben und zugleich das Kündigungsrecht ausschließen. Solche Klauseln sind nach Auffassung der Verbraucherzentrale unwirksam. Dies hat das LG Düsseldorf in einem Verfahren der Verbraucherzentrale NRW bestätigt (LG Düsseldorf, Urteil vom 22.10.2015, 14d O 4/15, nicht rechtskräftig).
(Quelle: https://www.verbraucherzentrale.de/strompreiserhoehung—was-ist-zu-tun-) Weitere ausführliche Informationen zum Kündigungsrecht gibt Ihnen die Verbraucherzentrale.

Die Erhöhung der Strompreisbestandteile dürfte für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden Mehrkosten von rund 60 Euro bedeuten. Da aber nicht alle Stromanbieter die Preis gleichermaßen erhöhen lohnt sich ein Preisvergleich auf jeden Fall.




Folgende Stromanbieter haben bis zum heutigen Zeitpunkt laut strom-report.de eine Strompreiserhöhung angekündigt:

Stadtwerke München (SWM) zum 1. Februar 2017 für private Kunden um durchschnittlich 2,3 %  In Sachsen-Anhalt erhöhen zahlreiche Anbieter die Preise. Energieversorger enviaM erhöht den Grundpreis um 20 %. Betroffen sind knapp 800.000 Kunden. Kosten steigen um etwa 30 €/Jahr.  Die Stadtwerke Jena erhöhen die Strompreise zum 1. Januar. Der Ø 1-Personen-Haushalt zahlt 1,40 € pro Monat mehr. Die Stadtwerke Dresden (DREWAG) erhöht die Strompreise zum Januar 2017 bei den Privatkunden-Tarifen. Die kWh wird 1,19 Cent teuerer. Eine vierköpfige Familie zahlt 55 €/Jahr mehr. Mainova passt Strompreise in Frankfurt an. 2-Personen-Haushalt im Classic-Tarif zahlt rund 5,7% mehr. Die Stadtwerke Brandenburg an der Havel ändern zum 1. Januar 2017 ihre Strompreise. Über alle Produkte hinweg wird die Kilowattstunde 1,34 Cent teurer. Die Stawag Stadtwerke Aachen AG hebt den Strompreis zum Jahresanfang 2017 um 0,56 Cent je Kilowattstunde an. Jährlichen Kosten für einen 4-köpfigen Haushalt erhöhen sich um 19,60 €. Strompreise steigen in Potsdam. Grundpreis erhöht sich um 1,10 € im Monat. EWE in Niedersachsen zieht die Strompreise ab Februar um 3,1 % an. Die Gemeindewerke Halstenbek heben die Strompreise zum Februar um 4,4 % an. Zum 01.03. erhöhen die Stadtwerke St. Wendel in Bayern die Strompreise. 4,2 % Strompreiserhöhung bei den Stadtwerken Gaggenau ab Februar.  Kunden der Stadtwerke Grevesmühlen zahlen ab 01.02.2017 in der Grundversorgung 1,4 % mehr. Die 20.000 Stromkunden der Stadtwerke Döbeln müssen sich für kommendes Jahr auf steigende Strompreise einrichten. Je nach Verbrauch wir es 2017 zwischen 4 bis 11 € teurer. Stadtwerke Weißenfels und Halle erhöhen die Preise.  2-Personen-Haushalt zahlt künftig knapp 13 €/Jahr. Preissteigerungen zwischen 2 – 3% für Kunden der Stadtwerke in Köthen, Bitterfeld-Wolfen und Wittenberg. Die Energie- und Wasser Remscheid GmbH (EWR) erhöht 2017 den Grundpreis- und senkt den Preis für den tatsächlichen Verbrauch. Durchschnittsfamilie (3.500 kWh) zahlt pro Monat 1,70 € mehr. Die Stadtwerke Lauterbach erhöhen zum 01.01.2017 die Strompreise: Grundpreis steigt um 1,49 € (brutto) pro Monat, Arbeitspreis bleibt stabil. Die Strompreise steigen beim Energieversorger in Niebüll und Leck um rund 40 € im Jahr. Die Stadtwerke Schweinfurt erhöhen zur Jahreswende die Strompreise. 3-Personen-Haushalt hat Mehrkosten von rund 47 € bzw. 4,8 % pro Jahr.  Ab 1. Januar zahlen die Kunden der Stadtwerke Pattling höhere Strompreise. Ein Durchschnitts-Haushalt wird mit knapp 50 € im Jahr mehr belastet. In Neustrelitz wird der Strom teurer. Die Stadtwerke erhöhen zum 1. Januar 2017 die Strompreise um knapp 2 %. Die Stadtwerke Heidelberg passen zum 1. Januar 2017 die Strompreise in der Grundversorgung an. Der kWh-Preis steigt um 0,96 Cent brutto. Strom wird im kommenden Jahr bei den Stadtwerken Flensburg teurer. Eine Familie muss mit 4 bis 6,50 € Mehrausgaben pro Monat rechnen. Die Stadtwerke Ansbach müssen ihre Strompreise anpassen. Die Mehrkosten für den 3-Personen-Haushalt betragen 54,56 € im Jahr bzw. 4,55 € im Monat. Die Stadtwerke Bamberg aus Bayern erhöhen die Strompreise in der Grundversorgung ab Januar zwischen 8,8% und 9,5 %. Die Stadtwerke Heide müssen den Strompreis erhöhen. Zum 1. Januar wird die Kilowattstunde 28,35 Cent brutto kosten – und damit 1,77 Cent mehr als bisher. Kunden der Stadtwerke Leipzig müssen ab 2017 tiefer in die Tasche greifen. Der Grundpreis steigt brutto um 5,95 € im Jahr. Für die Kilowattstunde berechnen die Stadtwerke künftig 0,96 Cent mehr pro Kilowattstunde. Die Stadtwerke Neuburg erhöhen die Strompreise. Der Preis in der Grundversorgung steigt um 3,20 € auf knapp 11,70 € In Furth wird der Strom ab Januar teurer Die Stadtwerke kommen 2017 um die Weitergabe steigender Unkosten an die Stromkunden nicht herum. Die Strompreise der Grundversorgung steigen um 0,83 Cent netto pro Kilowattstunde. Die Stadtwerke Dettelbach aus Bayern erhöhen die Strompreise in der Grundversorgung ab Januar.




Stromanbieter und ihre Vetriebsmarken
Infografik „Stromanbieter und ihre Vetriebsmarken“ von Strom-Report.de

Ersparnis beim Wechsel Durchschnitt 2016: 13 % + 10 bis 20 % Bonus

Jedes Jahr wechseln etwas mehr als 3 Millionen Stromkunden ihren Anbieter, weil sie kein Geld zu verschenken haben. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Grundversorgungstarifen und den günstigsten verbraucherfreundlichen Tarifen eines alternativen Stromanbieters lag im ersten Halbjahr 2016 bei 13%. Hinzu kommt im Durchschnitt ein Bonus zwischen 10 und 20%.

Die Bundesnetzagentur vergleicht seit 2008 die Strompreise und ermittelte, dass die Grundversorgung die teuerste Kategorie des Elektrizitätsbezugs für Haushaltskunden ist.

Wer jetzt vergleichen und wechseln möchte kann dies auf energyscout Verbraucherportal tun und auch gleichzeitig den  Musterbrief – Kündigung wegen Strompreiserhöhung und Musterbrief Widerspruch gegen Strom Gaspreiserhöhung – Zahlung unter Vorbehalt der Verbraucherzentrale downloaden.

Quelle auszugsweise Text und Grafiken: Verbraucherzentrale und strom-report.de


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