Umfrage: Monatliche Gasabschläge steigen um 52 Prozent

Heidelberg. Die Heizkosten explodieren, aber bei Verbraucherinnen und Verbrauchern kommen die gestiegenen Gaspreise nur verzögert an. So hat bisher erst jeder dritte Haushalt (33 Prozent) eine Jahresabrechnung für Gas erhalten. Gut die Hälfte davon (55 Prozent) musste eine Nachzahlung leisten, durchschnittlich 227 Euro. Bei gut jedem dritten Haushalt (36 Prozent) wurden die Abschläge für die kommende Heizsaison bereits erhöht – durchschnittlich um 52 Prozent. Das entspricht monatlichen Mehrkosten von 52 Euro. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Verivox.

Nachzahlungen von durchschnittlich 227 Euro

Über die Hälfte der Gaskunden (55 Prozent), die bereits ihre Jahresabrechnung erhalten haben, mussten eine Nachzahlung leisten. Diese fiel mit durchschnittlich 227 Euro moderat aus. Bei knapp einem Drittel (31 Prozent) lag die Höhe der Nachzahlung unter 100 Euro, bei 37 Prozent zwischen 100 und 300 Euro. 32 Prozent der Befragten mussten mehr als 300 Euro nachzahlen.

„Die Gaspreise sind in den vergangenen 12 Monaten um durchschnittlich 111 Prozent gestiegen. Doch die Preissteigerungen kommen bei Verbrauchern erst zeitverzögert an“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Erst im nächsten und übernächsten Jahr werden sich die aktuellen Preissteigerungen dann bei allen Haushalten bemerkbar machen. Daher sollten Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt möglichst Geld zurücklegen oder prüfen, ob höhere Abschläge sinnvoll sind.“

Fast jeder Dritte legt kein Geld zurück, Abschläge steigen um 52 Prozent
Mehr als die Hälfte (58 Prozent) derjenigen, die bisher keine Jahresendabrechnung erhalten haben, legt Geld für eine mögliche Nachzahlung beiseite – durchschnittlich 347 Euro. Fast jeder Dritte (30 Prozent) sorgt allerdings nicht für eine kommende Nachzahlung vor. 12 Prozent der Befragten sind sich in dieser Frage unsicher.

Die Gas-Abschläge für das neue Vertragsjahr steigen derweil stark an. Die monatlichen Abschlagszahlung der Befragten erhöhen sich um durchschnittlich 52 Prozent von 100 Euro auf 152 Euro. Das entspricht einer Mehrbelastung von 52 Euro pro Monat und 624 Euro pro Jahr.

Belastungsgrenze bei den Energiekosten erreicht

Schon jetzt machen sich die hohen Energiepreise bei einer großen Mehrheit (83 Prozent) der Befragten im Portemonnaie bemerkbar. Bei fast jedem Zweiten (47 Prozent) ist das Haushaltsbudget so stark belastet, dass an anderer Stelle Geld eingespart werden muss. Nur 6 Prozent der Befragten machen die hohen Energiekosten finanziell nichts aus. Weitere 11 Prozent können die Mehrkosten noch nicht abschätzen.

Methodik
Im Auftrag von Verivox hat das Marktforschungsinstitut Innofact im Juni 2022 insgesamt 1.006 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren online befragt. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit.

Quelle Beitrag: Verivox  Foto: PublicDomainPictures auf Pixabay

0 Kommentare

Ihr Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.